Diese Ausstellung widmet sich dem Studentenleben im 19. Jahrhundert, mit einem Schwerpunkt auf den 1830er Jahren. Das vorletzte Jahrhundert bildet für den Bildungsstandort Passau einen der bewegtesten Zeitabschnitte seiner Geschichte. Die Veränderungen hatten Einfluss auf das Leben der damaligen Studenten.

Vom Einschnitt der Säkularisation blieb auch die seit dem Verbot der Jesuiten als Fürstbischöfliche Akademie geführte Passauer Hochschule nicht verschont. Zunächst als Kurfürstliches Lyzeum bzw. Königlich Bayerisches Lyzeum (alt) weitergeführt, wurde der Lehrbetrieb nach dem Semester 1808/09 eingestellt.

1833 fand die feierliche Wiedereröffnung unter dem bereits 1806 verwendeten Namen "Königlich Bayerisches Lyzeum" statt. Hintergrund war das Bestreben des 1826 ins Amt gekommenen Bischofs Riccabona, die Seelsorgeausbildung in Passau wiederzuerrichten, nachdem sie unter seinem im Exil lebenden Vorgänger zu erliegen gekommen war.