Die räumliche und architektonische Aufgliederung sowohl der Stadt Passau als auch des Campusgeländes spiegelt auf besondere Weise die wechselvolle Geschichte des Hochschulstandorts wieder. Das zeigt sich auch an besonderen Orten: Hier stellen wir Ihnen drei markante Orte vor, die etwas über die Hochschulgeschichte erzählen.

Im Laufe der Jahrhunderte war die Stadt Heimat vieler akademischer Einrichtungen:

  • ab 1612/22 des Jesuitenkollegs des Fürstbischofs Leopold Erzherzog von Österreich

  • ab 1773 bis 1803 und 1808/1809 der Fürstbischöflichen Akademie Passau

  • ab 1833 bis 1918/1923 des Königlich Bayerischen Lyzeums Passau

  • ab 1923 bis 1978 der Philosophisch-Theologischen Hochschule.

Oft bedingt durch äußere politische Einflüsse, zeigte sich die Abfolge der Institutionen in der Nutzung verschiedener Häuser im Stadtgebiet. So ist das frühere Viertel der Jesuiten, bereits im 17. Jh. errichtet und während des Ersten Weltkriegs um neue Gebäude ergänzt und umgebaut, mittlerweile nur noch teilweise in Besitz der Nachfolgeorganisation, der Universität Passau. Unter anderem ein Gymnasium befindet sich heute in den alten Räumlichkeiten.

Die Neugründung der Universität im Oktober 1978 sollte die Raumordnung des Hochschulstandortes vollständig verändern. Einige Gebäude wurden zwar von der vorangegangenen Philosophisch-Theologischen Hochschule übernommen, der Großteil aber völlig neu errichtet. So gibt es (etwas) Altes und (viel) Neues nebeneinander - die von der Universität genutzten Teile des Nikolaklosters datieren auf 1730.

Der neue Campus Passau bildet, zusammen mit den Einrichtungen aus nahezu 400 Jahren Hochschulgeschichte, den einzigartigen architektonischen Mix, der die Universität heute beherbergt.