Digitalisierung

Das Labor für Kulturgutdigitalisierung am Lehrstuhl für Digital Humanities an der Universität Passau
Die Teilnehmenden an den Lehrveranstaltungen trugen zum einen "hands on" dazu bei, regionales Kulturerbe digital zu sichern, zum anderen wurde ihnen der theoretische Kontext des Digitalisierens im Archiv- bzw. Kulturerbe-Bereich nähergebracht. Ein Schwerpunkt lag dabei auf Standards und Richtlinien, insbesondere den Praxisregeln der Deutschen Forschungsgesellschaft.
Das Labor für Kulturgutdigitalisierung
Am Lehrstuhl für Digital Humanities an der Universität Passau befindet sich ein Labor, das vielfältige Möglichkeiten zum Digitalisieren von Texten und kulturellen Artefakten in 2D und 3D bietet. Für das Projekt Digitales Uni-Museum kam insbesondere die Reprostation des Labors zum Tragen; eingesetzt wurde eine hochauflösende digitale Spiegelreflexkamera (Canon EOS 6D, < 20 MP) aus dem Bereich der Studiofotografie. Auch Programme zur automatischen Texterkennung (Optical Character Recognition) wurden teils verwendet.
Erfassung
Quellen |
Erfassung/Erschließung |
Zeitungen, Zeitschriften |
Optische Texterkennung; |
Illustrationen |
Fotografischer Scan; Grafiken |
Archivalien |
Fotografie; Digitale Faksimiles, Transkriptionen |
Objekte |
Fotografie; Photogrammetrie |
Oral History |
Zeitzeugen-Interviews |
Born Digital |
Webseiten der Universität ab den 1990er Jahren |
Vorarbeiten
Bereits 2008, anlässlich des 30-jährigen Universitätsjubiläums, arbeitete der Leiter des Universitätsarchivs Passau, Mario Puhane, ausgewählte Quellen zur Universitätsgeschichte auf. Ausgehend von diesem Materialsockel mit seinen Themenfeldern wurden weitere Quellenerschließungen je nach Themenlage vorgenommen.

Vorlage von Mario Puhane zur Metadaten-Erfassung nach dem internationalen Standard zur Verzeichnung von Archivunterlagen, ISAD(G) - International Standard Archival Description (General)
Archivkunde
Mario Puhane machte die Teilnehmenden mit dem Thema Quellen unter archivalischen Gesichtspunkten vertraut. Er brachte regelmäßig in einer der ersten Sitzungen im Semester repräsentative Archivalien mit in die Lehrveranstaltung, die angefasst und durchgesehen werden durften - immer ein besonderes Highlight im Verlauf des Lehrprojekts!
Der Universitätsarchivar führte die Studierenden sodann kompakt und praxisnah an die Grundlagen professioneller Metadaten-Erfassung unter archivischen Aspekten heran. Die jeweilgen Archivalien wurden mithilfe einer eigens erstellten Vorlage nach ISAD(G)-Standard erfasst.
Diese Erfassung diente als Grundlage für die Einspeisung von Metadaten ins Digitale Uni-Museum, für das wiederum der Standard Dublin Core angewendet wurde, eine bewusst minimalistisch gehaltene Konvention mit 15 Kernelementen.