Johann Unterberg
Johann Unterberg
(5. Oktober 1893 – 23. Mai 1940)
Johann Unterberg wurde am 5. Oktober 1893 in Bottrop, Nordrhein-Westfalen, in eine Familie mit über 600 Jahren Geschichte geboren.
Er besuchte die Volksschule und Missionsschule . Gleichzeitig arbeitete er im Bergbau.
Im ersten Weltkrieg leistete Unterberg sein Militärdienst im Infantrerie-Regiment Nu. 39. und nach dem Krieg im Landsturmersatzbataillon Nu. 12 in Wesel. Danach trat er in die Ordenskongregation der Salvatorianer ein und und bekam sein Abgangs-/Reifezeugnis vom Salvator-Kolleg Sennenlager.
Am 2. Mai 1925 legte er die Heiligen Gelübde ab (erste Profess als Salvatorianer) und am 4 August 1929 empfing er die Weihe zum Priester in Passau und nahm den Ordensnamen Pater Reinhold an.
Er diente als Seelsorger, Exerzitienmeister und Superior im Kloster Heilandsfriede in Sennelager bei Paderborn.
1933 wurde P. Unterberg zum Hausökonome des Salvator-Kolleg Sennenlager ernannt.
Trotz mehreren Aufforderungen durch die Gestapo (Geheime Staatspolizei während des zweiten Weltkrieges), die Namen der Teilnehmer an den Exerzitien preiszugeben, tat er dies nicht (Hinweistafel am Eingang des katholischen Friedhofs in Dellwig an der Haus-Horl-Straße).
1939 wurde er inhaftiert und 1940 im Konzentrationslager Sachsenhausen getötet.
Literatur:
Bücker, Vera/Nadorf, Bernhard/Potthoff, Markus (2001), Nikolaus Groß - Wie sollen wir vor Gott und unserem Volk bestehen? der politische und soziale Katholizismus im Ruhrgebiet 1927 bis 1949, Münster.
Bürgerbüro, Stadt Bottrop (2016), Pater Reinhold (Johann) Unterberg - Essener Straße 22, 18.12.2017, https://www.bottrop.de/kultur-und-bildung/stadt-_und_zeitgeschichte/stolpersteine/050927_stolper_unterberg.php.
P. Michael Overmann SDS (2012), Trotzdem … Das Leben des P. Reinhold Unterberg SDS. Eine Biographie auf der Grundlage dokumentierter Korrespondenz sowie erhaltener Unterlagen, 27.12.2017, http://www.salvatorianer.org/sites/default/files/Biographie%20Unterberg.pdf.