Passau räumt auf
Im Juni 2013 kam Passau in die Schlagzeilen mit dem sogenannten Jahrtausend-Hochwasser.
Die Katastrophe traf die Bewohner Passaus, ganz besonders die der überfluteten Stadtteile in der Altstadt sowie in der Inn- und Ilzstadt, sehr hart.
Auch die am Innufer gelegene Universität war betroffen.
Doch dann geschah etwas, dass das Image der Uni und ihrer Studentenschaft in Passau veränderte.
Bislang war die Uni von Teilen der Passauer Bürger als ein gewisses "Paralleluniversum" wahrgenommen worden. Den Studierenden haftete mitunter das Image "reicher Söhne und Töchter" an, die die Mietpreise hochtrieben und eine Gentrifizierungsdynamik in Gang setzten.
Am 2. Juni 2013 wurde seitens der Uni die zivile Hilfsinitiative "Passau räumt auf" ins Leben gerufen.
Zuerst ging es um Hilfe für die überschwemmten Teile der Uni, doch schnell weitete sich das Engagement auch auf die Stadt aus.
Das Büro der Fachschaft Philosophie im Nikolakoster diente als Sitz der Koordination, die eng mit den professionellen Hilskräften, wie Feuerwehr und Technisches Hilfswerk, zusammenarbeitete.
Drei Studierende (Manuel Grabowski, Karoline Oberländer, Lisa Wagner) und eine Mitarbeiterin der Universität (Dorothea Will) leiteten über die Social Media-Plattform Facebook die Hilfsaktion.
Mehr als zwei Drittel der tausenden freiwilligen Helfer waren Studierende.