Im Lauf der Zeit
Hier sehen Sie vier Vergleiche unter je verschiedenen Aspekten: Die Darstellung der Fakultäten, das Layout, die Grußworte und die Beiträge von Prof. Dr. Walter Schweitzer, der lange Zeit der Universität vorstand.
Fakultäten machen eine Universität aus. Die einzelnen Studiengänge werden auf sie aufgeteilt und in ihnen organisiert. 1998 hat die Vorstellung der Fakultäten einen besonders großen Teil in der Sonderbeilage der PNP eingenommen - auf über fünf Seiten werden sie vorgestellt.
Damals gab es die
- Katholisch-Theologische Fakultät
- die Juristische Fakultät
- die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
- die Philosophische Fakultät
- und die Fakultät für Mathematik und Informatik.
Es hat sich in den letzten 25 Jahren - was die Anzahl der Fakultäten betrifft - nicht so viel verändert. Lediglich die Katholisch-Theologische Fakultät wurde zum Department für Katholische Theologie und ist heute an der Philosophischen Fakultät beheimatet.
Dafür aber hat sich die Anzahl der Studenten verändert.
In der Katholisch-Theologischen Fakultät zum Beispiel sind 1998 noch 264 Studierende an den Diplomstudiengängen immatrikuliert. Fünf Jahre später dann sind es nur noch 227.
Besonders ist an dieser Fakultät der Diplom-Ergänzungsstudiengang "Caritaswissenschaft und angewandte Theologie". Heute ist davon der Masterstudiengang "Caritaswissenschaft und werteorientiertes Management" übriggeblieben.
Was die Gesamtzahl der Studierenden angeht, hat sich natürlich einiges geändert. Mit Gründung der Universität am 9. Oktober 1978 waren 463 Studierende immatrikuliert. Heute sind es über 13.000 Studierende.
Größer - Kleiner
Hier sehen Sie alle Titelblätter der Sonderbeilagen auf einen Blick. Was auffällt: Über die Jahre verändert sich das Format - die Sonderbeilagen werden kleiner, von gewohnter Zeitungsgröße bis hin zur Größe eines Magazins.
Der Trend, Beilagen in handlichen Formaten aufzulegen, war bzw. ist auch im größeren Rahmen der Zeitungslandschaft zu beobachten. Zum Beispiel erschien 1990 erstmals das SZ-Magazin als Beilage zur Freitagsausgabe der Süddeutschen Zeitung, von 1993 bis 2017 erschien das Jugend-Magazin jetzt ebenfalls als Beilage der SZ.
Es fällt ins Auge - Landrat Hanns Dorfner hat über drei Jubiläen, von 1993 bis 2003, sein Grußwort an die Universität Passau gerichtet.
Dabei betont er, wie wichtig die Universität vor allem als Wirtschaftsfaktor für Passau und das Umland sei. Besonders die Neuburger Gesprächskreise haben die Studierenden aller Fakultäten an die Betriebe der Region heranführen können.
Die Oberbürgermeister hingegen sind bei jedem Jubiläum "ausgewechselt" worden. Inhaltlich ist bei allen jedoch der Stolz auf die Universität unverkennbar, und auch die Betonung, wie wichtig es war, dass sich der Standort der Universität Passau durchsetzen konnte.
Die Präsidenten der Universität Passau haben selbstverständlich eine besonders markante Position inne, wenn es um die Außendarstellung der Universität geht. Ein Jahrzehnt lang war Prof. Dr. Walter Schweitzer der Rektor der Universität. Er gab in drei verschiedenen Sonderbeilagen jeweils ein Interview bzw. schrieb einen Artikel.
In der Sonderbeilage von 1998 schreibt Professor Schweitzer von den schwierigen Anfängen der Universität und wie diese sich durch attraktive Studienangebote immer mehr "gemausert" hat.
Aber auch ein Blick in die Zukunft darf nicht fehlen: Es geht um das Vorhaben eines kulturwissenschaftlichen Studiengangs - genau jener, der heute ein veritables Aushängeschild der Universität Passau geworden ist.
1998 ist auch von Bauvorhaben die Rede: Die Juristische Fakultät soll fertig gestellt werden. Auch ein Verwaltungsgebäude sowie der Ausbau der Sportanlagen sollen realisiert werden.
Im Jahr 2003 dann wird ein Interview mit dem Rektor geführt: Er sieht die Wichtigkeit des Bolognaprozesses und setzt eine hohe Priorität bei der Orientierung an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes. Und: Er setzt in die Zukunft und in die Einzigartigkeit der Universität.
Auch in dem Interview 2008 spürt man den Geist des Innovativen. Prof. Schweitzer spricht von einem Doppelbachelor in European Studies, in Partnerschaft mit Aix en Provence und Strasbourg, sowie einer Vorbereitung des Doppelbachelors mit der Universität Moskau. Die Internationalität der Universität Passau nimmt immer weiter Gestalt an.