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Herbert Wölfl

Herbert Wölfl verwaltete als Leiter des Referates Liegenschaften die Gebäude der Universität vom ersten Spatenstich an.

Was nützt die schönste Universität, wenn keiner da ist, der sich um sie kümmert? An der Universität Passau übernimmt das Referat Liegenschaften diese wichtige Aufgabe. Hausverwaltungen, Umbauten, Reparaturen, Raumzuweisungen - wann immer jemand ein Anliegen zu Räumlichkeiten hat, ist das Referat der richtige Ansprechpartner. Dabei umfasst der Aufgabenbereich viel mehr als die bloße Verwaltung - seit der ersten Stunde haben die Mitarbeiter maßgeblich jene Universität mitgestaltet, die wir heute kennen. 

Herbert Wölfl, der das Referat seit der Universitätsgründung 40 Jahre lang geleitet hat, erzählt uns, welche Auswirkungen seine Arbeit und die seines Büros auf den universitären Alltag haben.

Was ist das Referat Liegenschaften?

Der schöne beamtendeutsche Begriff der Liegenschaften scheint nebulös: Was genau umfasst er? Wer arbeitet mit? Und woran? Der ehemalige Leiter des Referates gibt uns Einblick in seine Tätigkeit und erklärt die Funktion des Bereiches.

Wie wird man Liegenschaftler?

Der Aufgabenbereich ist klar, aber wie wird man eigentlich ein Mitarbeiter im Referat Liegenschaften? Herbert Wölfl gibt Einblick in seinen persönlichen Werdegang.

Das schönste Büro der Laufbahn

Aktuell ist das Referat Liegenschaften im Verwaltungsgebäude auf dem Campus untergebracht. Allerdings wurde der Bau erst 2002 fertig gestellt. Wölfl, der seit 1978 für die Universität tätig war, ist deshalb mit seinem Büro ganz schön herumgekommen - insgesamt ganze zehn Mal musste er mit seinem Referat umziehen. Wo er überall gearbeitet hat, und welche Umgebung ihm dabei am besten gefiel, erzählt er uns hier.

Noch Hochschule oder schon ganz Uni? - Die Universität im Übergang

Nicht nur das Referat, auch die ganze Universität hat sich im Laufe der Jahre ziemlich verändert - und Herr Wölfl und seine Kollegen waren direkt daran beteiligt. Nicht zuletzt durch den Wechsel der Gebäude entwickelte sich die junge Universität aus ihrer Vorgängerinstitution, der Philosophisch-Theologischen Hochschule, heraus: Indem man Gebäude neu baute, oder einfach übernahm und völlig neu nutzte, und sei es nur als Übergangslösung. Eines dieser Gebäude ist die Innstegaula. Durch das Referat Liegenschaften erfuhr sie eine erstaunliche Transformation:

Zu schön, um zu geh'n - das Studentenghetto

Auch das sogenannte "Studentenghetto" war eine Übergangslösung. Bloß, dass es heutzutage keiner mehr kennt. Das ist nicht verwunderlich - wer über den Campus flaniert, findet an dieser Stelle nur die Sportanlagen. Noch Anfang der 90'er-Jahre wäre dies undenkbar gewesen, das Ghetto war eines der Zentren des studentischen Lebens. Entsprechend heftig fielen die Reaktionen aus, als der Abriss drohte. Herr Wölfl erinnert sich an die Notwohnanlage, und an die auf einmal gar nicht mehr so gemäßigten Passauer Studenten.

Wie verwaltungsintensiv sind Universitätsgebäude?

Der Campus wächst. Aber bedeutet ein großer Campus auch große Verwaltung? Wird Alles komplizierter? Und wenn ja, welches Gebäude benötigt die meiste Aufmerksamkeit? Zum Aufwand, und zur Diva unter den Gebäuden, Herr Wölfl.

Anmietungen - die Uni wächst!

Während sich die Universitätsgebäude auf dem Campus noch im Bau befanden - und die Studentenzahlen stetig anstiegen - griff das Referat Liegenschaften immer wieder auch auf angemietete Räumlichkeiten zurück. Warum das gar nicht ungewöhnlich ist, und wo Passauer Studenten daher schon überall gelernt und gelauscht haben, erzählt uns Herr Wölfl.

Eine Universität - und zu viele Studenten?

Seit der Universitätsgründung kamen nicht nur stetig neue Gebäude hinzu - auch die Studentenzahlen stiegen und steigen kontinuierlich. Kann es einen Punkt geben, ab dem die Infrastruktur mit der Anzahl der Lernenden einfach nicht mehr Schritt hält?

Wer repariert unsere Uni?

Kurz nicht hingeschaut, und schon... nein, Reparaturen an Universitäten haben natürlich einen ganz anderen Umfang. Und nicht nur das: Sie müssen auch in einen universitären Finanzhaushalt passen. Wie - und ob - das immer möglich ist, erklärt uns Herr Wölfl.

Kann man die Raumverteilung beeinflussen?

Der Campus ist schön. Noch schöner ist er, wenn man ihn aus einem eigenen Bürofenster heraus betrachten kann. Schade nur, wenn das Büro im Keller liegt. Oder zur Straße hin. Ist es möglich, als Mitarbeiter die Raumverteilung zum eigenen Vorteil zu beeinflussen, oder sind die Raumvergabepläne von vornherein festgelegt? Herr Wölfl weiß mehr.

Eine wunderschöne Blumenwiese!

Es gibt Orte auf dem Campus, die ihre vorbestimmte Funktion erfüllen. In Hörsälen wird gelernt, in den Bibliotheken gelesen, und die Mensa ist zum essen da. Und dann gibt es die Orte, die man zweckentfremdet. Wie die Innwiese. Oder? Herr Wölfl erzählt uns, was es mit des Studenten liebster Liegefläche wirklich auf sich hat.

Das Hochwasser und die Folgen

2013 traf das "Jahrtausendhochwasser" Passau. Auch die Universität, die so idyllisch am Inn gebaut ist, war betroffen. Mit den Folgen hatte der Campus noch Jahre später zu kämpfen - Herr Wölfl berichtet, wie das Referat Liegenschaften mit den Schäden umging.

Passau und die Studenten

Es heißt, die Flut hat Passauer und Studenten näher zusammengebracht. Doch wie steht man eigentlich allgemein zueinander? Fragen wir einen, der es wissen muss: Der Niederbayer Herbert Wölfl hat die Entwicklung der Universität von Beginn an begleitet.