Funktion
Die Functionality und Usability einer Website gibt an, wie leicht normale Besucher ohne Fachkenntnisse und Designverständnis auf der Seite die Informationen finden, die sie suchen. Je verständlicher Aufforderungen zur Handlung, zur Bedienung und zur Anwendung sind, umso benutzerfreundlicher sind die Websites. Die Usability ist ein wichtiges Kriterium für Endverbraucher, sich für oder gegen eine Software zu entscheiden. Im Bezug auf Websites ist die Benutzerfreundlichkeit die Basis, die sowohl über die Verweildauer auf der Seite wie auch über die Akzeptanz bei der Zielgruppe entscheidet.
Dies ist einer der ersten archivierten Webseiten-Auftritte der Universität Passau. Im Jahre 1998, vor 20 Jahren, sah der Web-Auftritt der Uni natürlich ganz anders aus als heute. Doch nicht nur Design und Layout haben sich verändert, sondern auch ihre Funktionalitäten. Welche Informationen, beispielsweise zu Veranstaltungen, können der damaligen Webseite entnommen werden? Was stand vor 20 Jahren auf einer Webseite und welche Möglichkeiten bieten Sich heute?
Die Seite von 1998 mag aus heutiger Perspektive 'simpel' erscheinen, dennoch bietet sie einen interessanten Einblick, mit dem auch die Entwicklung des Web 2.0 analysiert und verstanden werden kann.
Auf gräulichem Hintergrund, bestehend aus dem alten Universitätslogo der „Maria vom Siege“ gibt es nur wenige klickbare Register und Unterkategorien. Diese sind unterteilt in „Neues und Aktuelles“, „Die Universität Passau“ mit den Unterkategorien „Allgemeine Informationen zur Universität Passau“, „Leitung und Organe“, „Fakultäten, Institute und Forschungseinrichtungen“, „Studentisches“, „Zentrale Einrichtungen“, „Universitätsnahe und sonstige Einrichtungen“. Des Weiteren sieht man Reiter wie „Die Info-Points“, „Die Stadt Passau“, „Symposien, Tagungen und Kolloquien“ und „Informations- und Serviceangebote“. Zwei Unterkategorien, die ins Auge fallen sind: „Das Internet für Einsteiger“ und „Infos für World Wide Web- bzw. HTML-Einsteiger“, was als eine Anspielung auf die Neuheit einer Internetseite und eines neu-entstandenen, universitären Web-Auftrittes gesehen werden kann.
Auffällig ist, dass zwar auf Veranstaltungen, wie beispielsweise „Symposien, Tagungen und Kolloquien“ verlinkt wird, die Art und Weise erscheint allerdings sehr rudimentär und statisch. Der Aufbau dieser ersten Website zeichnet sich weder durch ihre Konzeptionierung noch durch ihr benutzerfreundliches Interface aus. Bei der 1998er Version der uni-passau.de-Startseite ist zu sehen, dass es auf der linken oberen Seite, die oben beschriebenen Kategorien gibt, allerdings keinen weiteren Informationstext auf der „Home“-Startseite. Dennoch stellt dieser Screenshot eine „Digital Born Archivalie“ dar, welche für die Weiterentwicklung der Funktionalität der Uni-Webseite von Bedeutung ist.
Die Version von 2010, weißt hinsichtlich der Funktionalität eine höhere Benutzerfreundlichkeit und –zugänglichkeit auf. Anders als bei der 1998er Version findet sich neben den linksangeordneten Kategorien auch ein mittig gesetzter „Begrüßungstext“, der einleitende Worte zur Auszeichnung der Uni mit einem „International renommierter Marketing-Preis für die Universität Passau“ hervorhebt. Bei der Erstellung dieses Formates zeigt sich bereits eine einheitliche Gliederung, welche innerhalb des Web 2.0 bereits so weit etabliert ist, dass Benutzer intuitiv nach bestimmtem Content an einer bestimmten Stelle der Website suchen können. So folgt diese Version der Uni-Webseite einer userfreundlichen Inhaltsvermittlung mit Navigationsleisten links und dem sogenannten 'Header' als weitere Navigationskategorien. Auch die Option eines Suchfeldes wurde eingeführt.
Bei der Benutzerfreundlichkeit, auch Usability genannt, handelt es sich um die Qualität und Verständlichkeit einer Website. Eine Homepage ist dann benutzerfreundlich, wenn sie sich ohne Schwierigkeiten bedienen lässt und durch eine gute Struktur barrierefrei ist. Es wird am linken Rand unmittelbar die Rubrik „Aktuelles“ sichtbar, welche sofort auf Neuigkeiten an der Universität Bezug nimmt, wie beispielsweise „Sparda-Bank Regensburg eG übergibt 10.000-Euro-Scheck an Universität Passau“ oder „Prof. Dr. Marc Fischer erhält international renommierten Marketing Sciene MSI Practice Prize“. Auch die „weitere(n) Meldungen“ sowie der damals klickbare „Veranstaltungskalender“ der Internetseite lassen eine höhere Partizipation der Benutzer bezüglich einer Informationsgewinnung erahnen. Der strukturelle Aufbau einer Internetseite sowie ihre Konzeptionierung erlauben Rückschlüsse auf die vergangene Art und Weise der Informationsflüsse.
Die 2010er Version der Startseite der Uni-Homepage erlaubt eine höhere Interaktivität durch eine Vielzahl an Links, welche auf weitere Lehrstuhl-, Forschungs-, Öffentlichkeits,-, und Alumni-Seiten weiterleiten. Auch durch das fortschrittlichere Webdesign, d.h. der Einbezug von Farben und Bildern - besuchen Sie hierfür gerne unsere Rubrik ,Design' - verbesserte sich die Uni-Webseite im Laufe der Jahrzehnte in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und ihre Funktionalitäten.
Die Funktionalität einer Webseite drückt sich natürlich, wie oben bereits erwähnt, dadurch aus, dass es über derzeit aktuelle Hochschulereignisse informiert. Hierzu zählt beispielsweise die Berichterstattung über die Hochschulwahl vom 29.06.2012. Das Web 2.0 wird ab den 2000er Jahren zu dem Informationsträger und –vermittlermedium schlechthin. Auch die Universität Passau informiert online über ihre Homepage durch einen Hyperlink zu der Pressemitteilung der Universität zum Wahlergebnis 2012. Die Dokumentation von Veranstaltungen verschiedenster Arten und die Beleuchtung des jeweiligen Eventcharakters folgen diesem Trend und zeigen zudem die Offizielle Wahlkundmachung als PDF, für jedermann zugänglich!
Die dort enthaltenen Informationen zur Universität, dem Studium, besonderen Veranstaltungen, sowie deren Ankündigungen lassen aus verschiedenen Perspektiven auf Inhalt (Content) und Präsentation nach Außen schließen. Das Image und die organisatorische Struktur sind als Themen der internen und externen Kommunikation zum Zwecke der Selbst- und Fremddarstellung zu sehen, welche in den letzten 4, 6, 10 und 20 Jahren eine enorme Veränderung durchlaufen hat.
Die aktuelle Uni-Passau-Homepage (Stand 06.07.2018) ist in ihrer Functionality im Vergleich zu den Vorgängerversionen höchst modern weiter entwickelt worden. Durch Kategorien wie „Universität im Überblick“, „Leitung und Gremien“, „Fakultäten“, „Lehrstühle & Professuren“, „Einrichtungen“ und viele weitere ist die Anwendung äußerst benutzerfreundlich. Die Unterkategorie UNI-PORTAL für „Studierende“, „Studieninteressierte“, „Wissenschaftler“, „Nachwuchsförderung“, „Unternehmen“, „Alumni, Förderer, Freunde“, „Schüler und Lehrer“, „Beschäftigte“ ermöglicht jedem Benutzer einen schnellen Zugang und einen usergerechten Access auf die jeweils gesuchten Informationen der einzelnen Benutzergruppen.
Ein Direktzugriff zu weiteren Portalen wie „HISQIS“ oder „STUD.IP“ bietet Dozenten und Studierenden eine schnelle, vereinfachte Anwendungsmöglichkeit universitäre Informationen abzurufen. Für Endverbrauchergruppen wie beispielsweise „Internationale Studierende“ biete diese Webseiten-Version eine hohe Benutzerfreundlichkeit, da komplexere Themengebiete als gebündelte Information einfacher zugänglich gemacht wurden. Das Thema dieser Website ist also auch für Fachfremde auf den ersten Blick erkennbar und selbsterklärend. Logisch zusammengehörende Bereiche sind visuell verknüpft. Durch weitere ,Verschachtelungen' können Hierarchien gebildet werden, welche die Vielzahl von verschiedenen Themenbereichen strukturell, informell und visuell gliedern.